Wasser im menschlichen Körper

Der hohe Anteil an Wasser im menschlichen Körper und der ständige Bedarf an Nachschub bringen immer wieder in Erinnerung, das alles organische Leben auf der Erde aus diesem Element stammt. Die inneren und äußeren Organe bestehen zu einem hohen Anteil aus der natürlichen Flüssigkeit. Das Gleiche gilt für alle Bestandteile des Bewegungsapparates, des Skeletts und die vitalen Funktionen.

 

Wasser im menschlichen Körper

 

Einerseits müssen bei der Wasserzufuhr die Reservoirs ständig aufgefüllt werden und andererseits wird das Wasser als „Schmierstoff“ für viele Körperfunktionen bereitgestellt. Das lebensnotwendige Trinken ist eine Mischung aus beidem. Der Organismus bedient sich entsprechend seinem Bedarf und leitet die Flüssigkeit in Organe, Zirkulationssysteme und speist die Zellen in den menschlichen Gefäßen.

Wasseranteile in Organen, Skelett und Zirkulation

Der gesamte menschliche Körper besteht zu etwa siebzig Prozent aus Wasser. Die beiden Filter- und Ausscheidungsorgane Nieren und Leber nehmen mit 83 beziehungsweise 86 Prozent die Spitzenpositionen ein. Auch die Lungen und das Herz mit knapp achtzig Prozent bestehen zu vier Fünfteln aus Flüssigkeit. Das Gehirn und die Muskeln sind zu drei Vierteln flüssig.

In den Zirkulationssystemen, die unerlässlich und ununterbrochen für die Gesundheit arbeiten, belegen die Lymphe mit 94 Prozent den Spitzenplatz, dem Blut mit 83 Prozent folgt. Auch im Bewegungsapparat sind außer den Muskeln die Gelenke mit 83 Prozent Wasseranteil vertreten und die Knochen selbst kommen noch auf stattliche 22 Prozent. Das flächenmäßig größte menschliche Organ, die Haut, braucht etwa 64 Prozent Wasseranteil.

Durchlauf durch Durst und Ausscheidung

Auch wenn schon die Einzelwerte der Wasseranteile beeindrucken, ist die Funktion des Wassers im Körper am wichtigsten. Sowohl die Nieren, die Leber und das Herz sind von ständigem ausreichenden Nachschub abhängig. Der ausreichend gespeiste Stoffwechsel sorgt für den Transport von Nährstoffen und dessen Umsetzung. Auch das Ausleiten und Entsorgen überflüssiger oder sogar giftiger Reststoffe wird gesichert.

Ausscheidung durch Schweiß und Urin stellen eine Mischfunktion zwischen Transportleistung und Wärmeregulierung dar. Alleine durch die dynamischen Funktionen verbraucht der Organismus zwei bis drei Liter am Tag. Wenn sie nicht durch Trinken zugeführt werden, bedient sich der Organismus in den Gefäßen und „leert“ die Zellvorräte. Dadurch sinken die erforderlichen Wasseranteile und Funktionsstörungen treten auf.

Bedarf, Durst und Vorbeugung durch Wasser

Durst ist das untrügliche Warnzeichen des menschlichen Körpers, wenn ein Wasserdefizit eingetreten ist. Der Gesundheit am dienlichsten ist es, den Wasserhaushalt durch regelmäßiges Trinken so zu regulieren, dass selten Durst entsteht. Neben der Entlastung vom Herz kann auch der Bewegungsapparat einschließlich der Gelenke widerstandsfreier seine Funktion erfüllen. Während Durst ab etwa 0,5 Prozent Flüssigkeitsverlust entsteht, beginnen ab etwa zwei Prozent die konkreten Auswirkungen der sogenannten Dehydrierung.

Um das Auffüllen der Vorräte und das Zirkulationssystem eines durchschnittlichen Erwachsenen in Gang zu halten, sind 3,5 Liter ein guter Richtwert. Körperliche Anstrengung, ein höheres Körpergewicht und hohe Verdunstungsraten über die Haut durch hohe Außentemperaturen erhöhen den Bedarf auf bis zu fünf Liter.

Sicheres Trinkwasser mitführen & finden

Eine der größten technischen Herausforderungen der Menschheit ist die sichere Versorgung mit gesundem Trinkwasser. In Mitteleuropa sind die Menschen sauberes und unbedenkliches Trinkwasser aus der Leitung gewöhnt. Die große Bevölkerungsanzahl und Besiedelungsdichte führt dau, dass Quellen, Bäche und Seen keine verlässliche Trinkwasserqualität liefern.

Schon im Süden und Osten Europas stößt die Leitungsversorgung schnell an ihre Grenzen beziehungsweise ist nicht vorhanden. Um dem Risiko und der Gefahr einer Unterversorgung vorzubeugen, ist ein ständiges Mitführen von sauberem Trinkwasser außerhalb der Reichweite von gesicherten Abzapfstellen eine lebens- und gesundheitserhaltende Notwendigkeit.