Lexikon

Antimon (Sb)

Antimon (Sb) ist ein Element mit natürlichem Vorkommen. Dieses gelangt über menschliche Anwendungen in die Natur. Personen, die beruflich mit Antimon arbeiten müssen, können beim Einatmen schädlichen Staub inhalieren. Trinkwasser und Nahrungsmittel können ebenfalls Antimon (Sb) enthalten. Am schädlichsten ist Antimon beim Einatmen. Augen, Lunge und Haut können gereizt werden. Zu den schweren Folgen zählen Lungenkrankheiten, Durchfall, Herzprobleme, Magengeschwüre und heftiges Erbrechen. Unter bestimmten Bedingungen kann Krebs ausgelöst oder die Fortpflanzungsfähigkeit gestört werden. Antimon kommt in geringen Dosen in Wasser, Luft und Boden vor. Im Boden ist die Chemikalie besonders schädlich, da sie sich über das Grundwasser ausbreiten kann. Tierversuche haben ergeben, dass hohe Konzentrationen von Antimon kleinere Tiere töten können. Ratten erlitten vor dem Tod erhebliche Schäden an Niere, Leber, Lunge und Herz.

Bisphenol-A

Bisphenol-A ist einer der Hauptbestandteile bei der Herstellung von Kunststoffen. Plastikschüsseln und Babyfläschchen werden durch den Zusatz lichtdurchlässig und hart gemacht. Außerdem wird Bisphenol-A zur Herstellung von Folienverpackungen und Konservendosen verwendet. Bei Kontakt mit heißen Flüssigkeiten, Laugen und Säuren wird Bisphenol-A von Kunststoffbeschichtungen abgelöst und anschließend über die Mundschleimhäute aufgenommen. Der Stoff ist äußerst gesundheitsschädlich, da er negative Auswirkungen auf das Hormonsystem hat. Die Folgen können von Entwicklungsstörungen über Fortpflanzungsprobleme bis hin zu irreparablen Hirnschäden führen. Die immer häufiger auftretende Fettleibigkeit wird ebenfalls mit dem Stoff in Verbindung gebracht. Ungeborene und Kleinkinder in der Entwicklungsphase sind durch den Zusatz in einem besonderen Maße gefährdet. Da jede Aufnahme des Stoffes als gesundheitsbedenklich eingestuft wird, sollten Säuglinge und Kleinkinder vor dem Gift geschützt werden. Die Chemikalie gehört zu den umstrittensten Stoffen der Welt und ist in zahlreichen Alltagsgegenständen wie Babyflaschen, CDs und Plastikfolien enthalten.

DEHP (Diethylhexylphthalat)

DEHP (Diethylhexylphthalat) ist ein Weichmacher, der zur Herstellung von PVC-Produkten verwendet wird. Die Chemikalie dient zur Eigenschaftsveränderung von Kunststoffen. Diese werden nach einem entsprechenden Zusatz flexibler, durchsichtiger oder weicher. DEHP schädigt die Nieren, die Hoden und die Leber. Produkte, die den Stoff beinhalten, müssen dementsprechend gekennzeichnet werden. DEHP ist ein Weichmacher, welcher der Gruppe der Phthalate angehört und besonders umstritten ist. In der chemischen Industrie werden ca. 25 Typen davon verwendet. Nicht alle sind gesundheitsgefährdend, allerdings gehört DEHP dazu. Mittlerweile ist die Verwendung des Stoffes zumindest zur Herstellung von Kinderspielzeug und Babyartikeln untersagt. Die chemische Industrie weicht auf Ersatzstoffe wie DINP und DIDP aus, welche als ungefährlich gelten, aber aus sicherheitstechnischen Gründen dennoch nicht in Kinderspielzeug und Babyartikeln genutzt werden dürfen.

Diethylhexyladipat

Diethylhexyladipat ist eine chemische Verbindung, die als kältebeständiger Weichmacher zur Herstellung von Lebensmittelverpackungen genutzt wird. Alternativ wird Diethylhexyladipat in Kombination mit anderen Weichmachern genutzt, um das Temperaturverhalten von Folien, Kabeln und Schläuchen zu verbessern. Diethylhexyladipat, kurz DEHA, ist wenig giftig. In Verbindung mit Öl löst sich der Weichmacher jedoch aus der Verpackung heraus, weshalb er in vielen Lebensmitteln wie Käse zu finden ist. In Lebensmitteln ist eine Höchstmenge von 18 mg/kg erlaubt. Typische Anwendungsgebiete von DEHA sind PVC, Farben, Gummi, Katheter, Blutbeutel, Trinkflaschen und Kosmetika. In den 90er Jahren betrug der Marktanteil des geruchlosen und farblosen DEHA ca. 50 Prozent. Im Bezug auf Trinkflaschen sollte vornehmlich auf Edelstahl Trinkflaschen zurückgegriffen werden, da diese keine Weichmacher beinhalten. Eine Innenbeschichtung ist im Gegensatz zu Aluminium Trinkflaschen nicht notwendig.

Edelstal Trinkflaschen

Edelstahl Trinkflaschen, die BPA frei sind, enthalten im Gegensatz zu vielen Plastikflaschen kein BPA (Bisphenol-A). BPA ist Teil von Hart- bzw. Weichmachern, welche sich aus dem Plastik herauslösen und im menschlichen Körper zu wirken beginnen. Alternativen zu Trinkflaschen mit BPA sind Trinkflaschen aus Edelstahl. Trinkflaschen aus Edelstahl besitzen ähnliche Eigenschaften wie Glasflaschen. Trinkflaschen aus Edelstahl sind rostfrei und lebensmittelecht. Diese enthalten keine ungesunden Stoffe. Im Vergleich zu Glasflaschen sind Edelstahl-Trinkflaschen gerade einmal halb so schwer. Menschen mit einer schweren Nickelallergie sollten auf Edelstahlflaschen verzichten. Aus ökologischer Sicht sollte die Herkunft der Materialien für den Rohstoff Edelstahl untersucht werden. Edelstahl ist sauber und hygienisch und überzeugt durch eine hohe Pflegeleichtigkeit. Im Gegensatz zu Aluminiumflaschen wird keine Innenbeschichtung der Flasche benötigt. Die Nutzung von Edelstahl-Trinkflaschen, die BPA-frei sind, hilft den Anteil von Plastikmüll zu verringern.

Edelstahl

Edelstahl Trinkflaschen bieten vielseitige Vorteile. Im Gegensatz zu Trinkflaschen aus Plastik oder Aluminium kann von einer gesundheitsfreundlichen Konsistenz profitiert werden. Das Gewicht ist äußerst gering und die Flasche aus Edelstahl kann einfach gereinigt werden. Die Vorteile von Edelstahl liegen klar auf der Hand: Edelstahl ist gesundheitlich unbedenklich und überzeugt durch eine umweltfreundliche Herstellung. Insbesondere ist nicht die gesundheitsschädliche Chemikalie BPA enthalten, die zur Herstellung von Plastiktrinkflaschen oder zur Innenbeschichtung von Aluminium-Trinkflaschen dient. Edelstahl Trinkflaschen benötigen keine Innenbeschichtung. Edelstahl Trinkflaschen sind derart konzipiert, dass sie ein Leben lang anhalten. Und wenn diese doch einmal entsorgt werden müssen, können sie zu 100 Prozent recycelt werden. Die Reinigung von Edelstahl Trinkflaschen ist äußerst einfach. Die hygienischen Trinkflaschen können problemlos in die Spülmaschine gegeben werden.

Phthalate

Phthalate gehören zu den äußeren Weichmachern und können somit problemlos von den beschichteten Verpackungen oder Spielzeugen über die Luft, den direkten Körperkontakt oder die Schleimhäute aufgenommen werden. Phthalate stellen keine akute Gesundheitsgefahr da, sondern entfalten ihre Wirkung vor allem in einem langsamen und schleichenden Prozess. Da die Weichmacher nur äußerst langsam vom Körper abgebaut werden können, kann es zu einer starken Konzentration im menschlichen Körper mit entsprechend starker Wirkung kommen.

Phthalate entfalten im Körper eine hormonähnliche Wirkung. Sie wirken wie Testosteron und Östrogen und können deren natürlichen Spiegel deutlich durcheinanderbringen. Bei Frauen kann es durch eine übermäßige Konzentration zu einer verfrühten Pubertät, zu Menstruationsstörungen und Hormonschwankungen kommen. Männer leiden vor allem unter einer deutlich verminderten Fruchtbarkeit und einer geringeren Spermien-Produktion. Darüber hinaus stehen Weichmacher im Verdacht, ebenfalls Auswirkungen auf Krankheitsbilder wie Übergewicht und Diabetes zu haben, wie in einer Studie der englischen Umweltorganisation ChemTrust aus dem Jahr 2012 festgestellt wurde.

PVC

Die Abkürzung PVC steht für Polyvinylchlorid. Der Kunststoff gehört zu den am häufigsten verkauften Bodenbelägen. PVC kann problemlos verlegt und leicht gepflegt werden. Der kostengünstige Preis führt dazu, dass PVC wesentlich häufiger verkauft wird als Varianten aus Kork, Linoleum oder Gummi. Der Belag gerät jedoch immer wieder in Kritik. Bei der Herstellung wird die Umwelt belastet. Außerdem ist die Entsorgung problematisch. Ein Großteil aller Beläge aus dem Material enthalten bedenkliche Weichmacher. Diese werden als Phthalate bezeichnet. Weichmacher werden bei der Herstellung eingesetzt, um den Bodenbelag elastisch zu machen. Dadurch wird eine einfache Verlegung gefördert. Einige der verwendeten Phthalate können die Fortpflanzungsfähigkeit beeinträchtigen und Krebs erzeugen. Bisher ist die Nutzung der Weichmacher nur bei Kinderspielzeugen untersagt. Bei Bodenbelägen kann der Weichmacher weiterhin verwendet werden.

PET-Flaschen

Mehr als zwei Drittel aller Wasserflaschen in Deutschland sind PET-Flaschen. Meldungen über Schadstoffe, Schimmelpilze und Pestizide verunsichern immer wieder die Verbraucher. Aus PET-Flaschen können schädliche Substanzen in Getränke gelangen. Die Abkürzung PET steht für Polyethylenterephtalat. Forscher der Universität Frankfurt fanden in einem Experiment heraus, dass Versuchsschnecken weniger Nachwuchs produzieren, wenn sie in einer PET-Flasche leben. Das Experiment lässt auf eine hormonelle Belastung durch die Chemikalie PET schließen. PET steht im Verdacht den menschlichen Körper zu beeinflussen. Dies reicht von der Beeinflussung der Spermienqualität, einer Vergrößerung der Prostata, Fettwechselstörungen und Diabetes. Flaschen aus PET sind nur augenscheinlich sicher und dicht. Der Kunststoff ist porös und kann Kohlensäure entweichen lassen, wobei unerwünschte Substanzen losgelöst werden. Auf PET Flaschen sollte daher, wenn möglich, verzichtet werden.

Weichmacher

Weichmacher werden eingesetzt, um Materialien dehnbarer, geschmeidiger oder flexibler zu gestalten. Weichmacher befinden sich vorrangig in Kunststoffen, Lacken, Dichtungsmassen, Textilien und Kautschuk. Die bekannteste Stoffgruppe unter den Weichmachern sind Phthalate, welche besonders preisgünstig und vielseitig einsetzbar sind. Dazu gehören unter anderem DEHP, DINP und BBP. Der Kunststoffzusatz Bisphenol findet sich in vielen Gegenständen des täglichen Bedarfs. Dazu gehören Spielzeuge, Gummistiefel, Plastiklöffel und Bodenbeläge. Problematisch erscheinen fetthaltige Lebensmittel, weil diese den Stoff am ehesten aus der Verpackung herauslösen. Weichmacher stehen im Verdacht Übergewicht, Brustkrebs, Diabetes, Atemwegserkrankungen und Asthma zu fördern. Im Mutterleib können sich die Stoffe negativ auf die Entwicklung von Ungeborenen auswirken. Obwohl gesetzliche Grenzwertvorgaben existieren, können sich kleine Mengen summieren und zu einer negativen Wirkung führen. Die Verwendung von Weichmachern ermöglicht erst die Gebrauchsfähigkeit vieler Produkte, weshalb ein vollständiger Verzicht darauf recht schwierig ist.